HTL Steyr - Projekt FairTrade
Religionsunterricht

FairTrade


Viele Kleinbauern in den Entwicklungsländern leben in größter Armut, weil sie ihre Produkte auf dem Weltmarkt nur zu Schleuderpreisen verkaufen können. Sie produzieren nur geringe Mengen und sind deshalb auf Zwischenhändler angewiesen. Die wiederum zahlen nur wenig Geld dafür; sie bieten den Bauern Preise, die weit unterhalb des Weltmarktniveaus liegen. Der Verdienst reicht den Familien kaum zum Leben - aber ohne den Weltmarkt würden sie auf ihren Erzeugnissen sitzen bleiben. Schuld daran sind auch die Strukturen des Welthandels. Dort werden die Preise von der Börse und nicht vom Erzeuger diktiert.


Fabriksarbeiterinnen und -arbeiter, unter ihnen Millionen von Kindern, müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen für weniger als den Mindestlohn arbeiten, damit etwa wir in Europa Textilien oder Spielwaren immer billiger kaufen können.

Weltweit leben deshalb unzählige Menschen in großer Armut, während das Vermögen von berühmten Markenfirmen, die damit den Sportstars Millionen für Werbeverträge bieten können, immer mehr wird. 

Um diese ungerechten Strukturen zumindest teilweise zu durchbrechen, haben sich in vielen Ländern die Fairtrade-Organisationen gebildet. Diese fördern vor allem angemessene Bezahlung für Produkte, faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

Mag. Hans Gruber und die Religionslehrer organisieren für Ende November und Anfang Dezember 2004 an der Schule das Projekt „Fairtrade“, im Rahmen dessen die SchülerInnen und LehrerInnen über dieses Thema informiert werden. 

Für den 9.12 2004 ist einer der Autoren des Buches „Schwarzbuch Markenfirmen“, Klaus Werner, zu einem Vortrag im Mehrzwecksaal eingeladen. Zudem wird an den beiden folgenden Tagen den SchülerInnen und LehrerInnen in Zusammenarbeit mit dem Weltladen Steyr die Möglichkeit geboten, sich über fair gehandelte Produkte wie Kaffee oder Bananen zu informieren und diese auch auszuprobieren.

 


Kontaktperson: Johann Gruber webmaster/28.11.2004