HTL Steyr - Jahresbericht 1998/99


OStR Mag. Wolfgang Hingerl
Pensionierung

Fast drei Jahrzehnte war Mag. Hingerl Religionsprofessor an der HTL Steyr. Er gehörte zu jenen Kollegen, die bereits als Schüler an unserer Schule Erfahrungen gesammelt haben. Er maturierte 1960 an der damaligen Bundesgewerbeschule (Fachrichtung Landmaschinen- und Motorenbau). Einige Jahre arbeitete er als Techniker in der Landesbaudirektion Linz und im Industrieanlagenbau der VÖEST. Darauf folgte eine Zeit intensiver religiöser Erfahrungen im Orden der Salesianer Don Bosco.

Ab 1. April 1970 begann er mit dem Religionsunterricht an der HTL Steyr. Er war auch Erzieher im Internat der HTL. Gerne war er oftmaliger Begleiter von Schikursen und organisierte zahlreiche Besinnungstage (Burg Altpernstein, Schloß Klaus). 25 Jahre führte er als Jugendrotkreuzreferent die jährlichen Sammelaktionen durch. Es gab an unserer Schule mehrere Blutspendeaktionen und Erste-Hilfe-Kurse.

Nebenberuflich war er seit 1971 als Referent für pädagogische und theologische Themen im Katholischen Bildungswerk der Diözese Linz tätig. In seiner Heimatpfarre Bad Hall leitete er viele Jahre den Pfarrgemeinderat, das Katholische Bildungswerk und Bibelrunden.

Im Juni 1992 wurde ihm der Titel Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege von der oö. Landesregierung verliehen.

An der HTL Steyr gestaltete Mag. Hingerl mit viel Engagement das Schulleben mit. Er ließ sich dabei auf einen Weg mit den Schülern ein, ein gemeinsames Erfahrungslernen, dessen äußeres Kennzeichen das vertrauensvolle Gespräch war. Er hörte den Schülern zu und war bestrebt sie zu verstehen. Er wollte die Sehnsüchte der Schüler kennenlernen und ihnen so Begleitung anbieten.

Inhaltlich faszinierte ihn die Schnittstelle zwischen Religion und Technik. Als Techniker konnte er mitgehen beim Versuch alle Geheimnisse der Realität zu entschlüsseln, aber auch das Absolutheitsstreben des Menschen in Frage stellen. Ihn begeisterten die Errungenschaften der Technik, er forderte jedoch unaufhörlich eine menschengerechte Technik. So wurde er zum wichtigen Mahner für eine menschenwürdige Zukunft und half mit, eine gerechtere tolerantere Welt aufzubauen.

Mit seiner Frau Ingeborg (verheiratet seit 1971) und seinen Töchtern Angelika und Ursula wünschen wir ihm noch viele Jahre der Gesundheit und viel Freude beim Reisen, Malen und Bücherschreiben

Mag. Karl Reiter
(Jahresbericht HTL Steyr 1998/99)


webmaster/11.02.2000