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HTL Steyr - Jahresbericht 1999/00 |
Pensionierungen
FOL StR Ing. Egon Ostermann
Ein treuer und verlässlicher Lehrer ist in den verdienten Ruhestand getreten.
Nach der fünfjährigen Ausbildung in der Fachrichtung Landmaschinen- und Motorenbau an der Bundesgewerbeschule Steyr arbeitete Egon Ostermann vier Jahre in der VÖEST als Konstrukteur und zwei Jahre bei der Fa. Bulla als Werkstättenleiter.
Ein Jahr darauf heiratete er Elfriede und legte 1970 den Grundstein für seine große Kinderschar mit der Geburt seiner Tochter Agnes.
1968 bewarb er sich an der HTL Steyr als Theorielehrer und war seither im Unterricht der Fachschule Kraftfahrzeugbau eingesetzt. Damals war an der Schule ein drückender Lehrermangel und damit das tatsächliche Stundenausmaß für jeden Lehrer an der Grenze des Erträglichen. Trotzdem fand sich Egon bereit, auch einen Werkmeisterkurs im WIFI zu leiten.
Er bildete sich auch beruflich weiter. Die Ausbildung zum Schikursbegleitlehrer öffnete ihm die Möglichkeit seine Klassen auch bei Schikursen zu betreuen. 1981 wurde Egon Fachoberlehrer und übernahm die Werkstättenleitung im mechanischen Bereich.
1974 baute er in Sierning ein Haus, das er nach drei Jahren bezog. Damit konnte er seiner wachsenden Kinderschar ein passendes Heim bieten.
Immer war er bereit, neben seiner Lehrtätigkeit auch ehrenamtlich tätig zu sein. Als Betreuer des Schülerkopierers entleerte er unzählige Male den Münzer, wechselte Kleingeld und füllte Berge von Papier nach. Wurde er als Messestandbetreuer eingesetzt, war er gerne dabei.
Seine Kenntnis der lokal bekannten Personen machten ihn unentbehrlich beim Empfang am Tag der offenen Tür.Seine Qualitäten stellte er auch außerschulisch in den Dienst der Mitmenschen. Er arbeitete im Gemeinderat von Sierning mit und verstärkte mit seiner sonoren Stimme den Kirchenchor der Heimatgemeinde.
Wie haben wir Egon als Kollegen erlebt? Zu allererst war er ein Mensch, der gerne lachte. Mit seiner vollen Gestalt und seinem weißen Mantel war er von weitem schon auszumachen und es war immer eine Freude, mit ihm kurz zu plaudern. Traten Probleme auf, löste er diese mit Freundlichkeit und Toleranz gegenüber seinen Gesprächspartnern. Er nahm sich einfach Zeit für ein Gespräch und war im Kreise seiner Werkstättenlehrer oft und gerne gesehen. Bei Festen im Lehrerkreis zählte er stets zu den Geselligsten und feierte oft bis in die Morgenstunden. Egon hat sich viel für seinen Ruhestand vorgenommen. Seiner großen Familie wird er sicher ein unentbehrlicher Helfer sein.
Wir wünschen ihm alles Gute und freuen uns ihn immer wieder zu sehen. Alles
Gute, lieber Egon
AV OStR Dipl.-Ing. Wilhelm Blaha
(Jahresbericht HTL Steyr 1999/00, Seite 31)
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webmaster/21.01.2001 |