HTL Steyr - Jahresbericht 2000/01
Abschnitt Fahrzeugtechnik


Maturathemen der 5BHK

Klausurprüfung aus Deutsch

Prüfer: Prof. Mag. Edith Keplinger

Arbeitszeit: 5 Stunden

Aufgabenstellung:

  1. „Unsere Wohlstandsgesellschaft ist geprägt von einer nahezu rauschhaften Produktions- und Konsumsteigerung, und obwohl die Menschen viel mehr haben als sie brauchen, kommen sie sich arm vor;"

    Versuchen Sie in Form einer Problemarbeit zu dieser Aussage von Erich Fromm Stellung zu nehmen.
     

  2. Interpretationsarbeit:
    Beckmann, Mutter Courage und Siddharta sind Protagonisten, die sich auf Grund ihres historischen und gesellschaftlichen Umfeldes wesentlich voneinander unterscheiden.

    Charakterisieren Sie diese und versuchen Sie mögliche Ursachen für ihr Verhalten zu finden.

    Analysieren Sie ihre Wertvorstellungen und nehmen Sie kritisch dazu Stellung.


Klausurprüfung aus der Fachtheorie (Mechanik - Motorenbau - Fahrzeugtechnik)

Prüfer: Dipl.-Ing. Max Lirscher

Arbeitszeit: 5 Stunden

Aufgabenstellung:

Für einen PKW mittlerer Klasse ( m = 1500 kg ) sollen allgemeine Werte wie Beschleunigung, Leistung, Übersetzung, Antriebsmoment, usw. ermittelt werden.

Fehlende Angaben bei der Berechnung müssen entweder ermittelt oder durch realistische Angaben ergänzt werden.

1. Aufgabe: Fahrzeugtechnik, Motorenbau und Dynamik

2. Aufgabe: Festigkeitsberechnung


Projektarbeit

Prüfer: AV Dipl.-Ing. Günther Eckhard

Arbeitszeit: 35 Stunden

Aufgabestellung:

Es ist ein Dreizylinder 4-Takt Dieselmotor mit ungeteiltem Zylinderkopf rechnerisch auszulegen. Die Nockenwelle ist oben liegend und wird durch einen Riemen angetrieben. Das Motorgehäuse ist aus Leichtmetall und entsprechend den Angaben mittels schuleigener CAD-Anlage zu konstruieren und zu dokumentieren.

Technische Daten:  

  • Hubraum: 1000 bis 1500 cm³

  • Spitzendruck: 100 bis 150 bar

  • Nenndrehzahl: 4000 bis 5000 1/min


Diplomarbeit Internal Combustion Bomb (ICB)

Prüfer: AV Dipl.-Ing. G. Eckhard

Aufgabenstellung:

Konstruktion einer Verbrennungsbombe (Internal Combustion Bomb) für die Jenbacher Energie AG.

Die Jenbacher Energie AG betreibt intensive Verbrennungsforschung für Gasmotoren.

Eine vordimensionierte Verbrennungsbombe (pmax =250 bar) ist mit einem für die Aussagefähigkeit der Versuche geeigneten Umfeld zu ergänzen. Als Detailarbeiten sind durchzuführen:

  • Nachrechnung der Dimensionierung der Verbrennungsbombe und deren einzelnen Komponenten (nur für schulische Zwecke).

  •  Konzeption einer Heizung für die Verbrennungsbombe.

  •  Konzeption der Gas- und Luftversorgung der Verbrennungsbombe.

  • Konzeption einer Spüleinrichtung.

  • Messungen von Verbrennungsvorgängen in der Bombe (für schulische Zwecke) und theoretische Betrachtung der Ergebnisse.


Diplomarbeit Prüfstand

Prüfer: Dipl.-Ing. Max Lirscher

Aufgabenstellung:

Konstruktion eines Prüfstandes zur Ermittlung von statischen und dynamischen Motorlagereigenschaften (Steifigkeit, Dämpfung, Verlustarbeit) in Mitarbeit mit der Firma ECS

Theoriestudium ( Einlesen in die Theorie der ungedämpften Schwingungen)

  • Auflistung aller zu untersuchenden Lagertypen

  • Konstruktive Darstellung der Lagereinspannung

  • Definition der verwendeten Kräfte und Verformungen bzw. auch Amplituden und Frequenzen

  • Beschreibung und Dokumentation der Kraft- und Wegeinleitung, bzw. deren Messung
    Auslegung, Konstruktion und Festigkeitsberechnung des Prüfstandes

  • Modalanalyse des Prüfstandes bezüglich Eigenfrequenz

  • Simulation eines Lagers durch die Finite Elemente Methode und Vergleich mit einer Messung

  • Allgemeine Dokumentation


Diplomarbeit Wasserpumpe

Prüfer: Dipl.-Ing. Heinz Huber

Aufgabenstellung:

Wasserpumpe mit Elektromotor

Der Antrieb der Pumpe erfolgt im Allgemeinen über Keilriemen oder Polyriemen. Die Drehzahl der Wasserpumpe ist mit der Drehzahl des Motors gekoppelt, egal ob großer oder kleiner Kühlbedarf besteht.

  • Durch Anpassung der Wasserpumpen-Leistung an den Kühlbedarf erwartet man bei gleicher Motorleistung eine Verbrauchseinsparung von 0,5 bis 1%.

  • Nassläuferkonzept, keine Abdichtung zwischen Pumpe und Elektromotor

  • Konstruktive Gestaltung, Festigkeitsberechnung, Auslegung dieser Variante

  • Auswahl eines Elektromotors mit entsprechenden Eckdaten und Erstellung des Anforderungsprofils

  • Auslegung der Pumpe bzw. des Pumpenrades, Optimierung, Materialwahl der Komponenten

  • Überarbeitung oder Neugestaltung der Abdichtung zwischen Pumpenrad und Antrieb

  • Versuchsaufbau an einem handelsüblichen Motor mit der neugestalteten Pumpe

(siehe Jahresbericht der HTL Steyr 2000/2001, Seite 74)
 


webmaster/24.02.2002