HTL
Steyr goes Kosovo |
HTL goes Kosovo – Ein Spähtrupp auf Balkan-Expedition
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Dienstag, 7. Jänner 2003, 11 Uhr 51, Wien-Schwechat:
Die vollbesetzte Linienmaschine der AUA hebt ab. |
| Das Ziel: | Pristina im Kosovo. |
| Mit an Bord: | Das Dreier-Team Reithuber, Gruber und Brunner. |
| Die Mission: | Hilfe für den Wiederaufbau einer Schule in Suva Reka planen, etwa eine Autostunde von Pristina entfernt. |
Nach längerem Hin und Her, wer denn nun für die Kosten der Reisebewegung der drei „Späher“ im Kosovo aufkommen darf, wurde es also Ernst. Es geht darum, einen allfälligen Assistenzeinsatz unserer Schule im Rahmen des Wiederaufbaues vorzubereiten. Gleich drei Ministerien, nämlich das Außen-, das Verteidigungs- und das Unterrichtsministerium, welches letztlich die Tickets bezahlt, sind involviert.
Konkret ist vorgesehen, dass nach den Semesterferien die Abschlussklasse der Fachschule für Elektronik mit zwei Begleitlehrern
eine Woche in den Kosovo fliegen und dort die fachpraktischen Lehrer einer aufzubauenden technischen Schule unterweisen, wie man didaktisch richtig einen Werkstättenunterricht aufbaut. Im Zuge dessen sollen
in einem von Österreich unterstützten Gymnasium technische Installationen
durchgeführt werden. Es gibt also eine Menge an Details abzuklären.
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| Kleine
Geografie-Nachhilfe: Wo liegt eigentlich der Kosovo? |
Für drei Tage das Zuhause des Spähtrupps: Camp Casablanca, zu sehen der Eingang zum KFOR-Camp. |
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| Die künftige Wirkungsstätte der Spezialisten unserer Fachschule, das Gymnasium von Suva Reka. |
Der HTL-Spähtrupp mit der Direktorin der Schule sowie Major Koptisch und albanischem Sprachmittler. |
In Pristina wurden wir von zwei Uniformierten, Major Christian Fiedler und Major
Dieter Koptisch empfangen und sogleich mit einem KFOR-Jeep ins Camp Casablanca, so der Name des Österreicher-Camps, chauffiert. Beide Herren erwiesen sich
bald als sehr fachkundige und zuverlässige Begleiter. Mit militärischer Präzision, aber auch mit viel Feingefühl und Menschlichkeit gestalteten sie unsere Zusammenarbeit. Eine Freude, hier mitzumachen!
Die Direktorin der Schule, ein zierliches Energiebündel, führt uns Mittwoch, 8. Jänner, durch ihr Gymnasium. In den desolaten Klassenräumen im Keller stehen Wasserlachen, welche die Frau Direktor mit trotzig optimistischem Schritt durchwatet.
Beschriftungen an Verteilern fehlen grundsätzlich, Schutzmaßnahmen gibt es wenige, auch FI-Schalter gab es keinen zu sehen. Unter den wachsamen Augen unseres Professionisten Bruno Gruber wird fotografiert, gemessen und der Materialbedarf erhoben. Ein arbeits- und ereignisreicher Tag voll mit neuen Eindrücken findet sein Ende bei einem Glas Wein im Camp. Die beiden Majore leisten Gesellschaft und runden unser Kosovo-Bild mit Geschichten und Fakten ab.
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High Tech Installation made in
Kosovo. |
Frau Direktor und ihr Stellvertreter lauschen unseren Vorschlägen. |
Am Donnerstag blieb noch Zeit, der nächst größeren Stadt, Prizren, einen Besuch abzustatten. Ein CD-Shop, eine Schmuck-Fabrik, das war`s auch schon wieder. Um
13 Uhr sollten wir am Flughafen Pristina sein, Gefreiter Weissinger tat in Formel1-Manier sein Möglichstes, um diesen Termin zu halten.
Der „Point of no Return“, so sinniert Direktor Reithuber beim Rückflug, ist allmählich erreicht. Zuviel Vorarbeit ist geschehen, um unsererseits an einen Projektstopp zu denken. Die Hoffnung steigt, dass schon in Kürze eine 18-Mann-Spezialeinheit der HTL Steyr (16 Schüler der 4E-Klasse
und zwei Begleitlehrer) das Kontingent der österreichischen Helfer im Kosovo verstärken wird. Eine spannende und interessante Aufgabe für Schüler wie auch Lehrer bahnt sich an.
| Donnerstag, 9. Jänner 2003, 16 Uhr 46, Wien-Schwechat.
Zurück im Schlaraffenland. 700 km Luftlinie in knapp zwei Stunden. Was das Bildungswesen und die Ausstattung der Schulen anbelangt, könnten es auch 7000 km oder zwanzig Jahre gewesen sein. |
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Suva Reka / Kosovo
F. Brunner, 9. Jänner 2003
| Kontaktperson: Franz Brunner | webmaster/29.01.2003 |