HTL Steyr - Projekt ABARTH 2000
Medienecho


Jahresbericht 2004/05 der HTL Steyr
Der ABARTH ist gelaufen... auf in die FORMEL 1
 

Die 10 Motorblöcke der HTL Steyr bewegen die Rennszene. Dem Fahrerteam Horst Pichler und Wolfgang Molitor gelingen mit dem ABARTH 2000 und ABARTH 1300 beachtliche Erfolge. Hervorragende Leistung beim 24 Stunden Rennen in Le Mans und in Dijon sogar der 1. Platz.

Ein kurzer "Aussetzer": Projektleiter Bruno Losbichler hatte einen Herzinfarkt. Während der Genesung haben seine Kollegen Martin Strolz, Gerhard Riepel und Wolfgang Uhl gemeinsam mit Schülern die beim Serienabguss strapazierten Werkzeuge wieder in Stand gesetzt. Eine Präsentation beim 1. IGFC-Eisenstadt am Reithoffergelände und eine Testfahrt im ÖAMTC Fahrsicherheitszentrum Marchtrenk bereitete die verschobene Abschlussveranstaltung des Projekts ABARTH 2000 vor.


Testfahrt beim ÖAMTC

ABARTH 2000 – Final Event:. Im Rahmen einer Exkursion der 5BHK zum ÖAMTC in Marchtrenk wurde am Rundkurs eindrucksvoll demonstriert, dass Rennautos keine Spielzeugautos sind.

Beim anschließenden ABARTH 2000 Final Event im Autohaus Pichler Wels (19. Nov. 2004) nahmen über 100 geladene Gäste teil. Namhafte Referenten aus Wirtschaft und Schule beleuchteten das Schulprojekt unter verschiedenen Blickwinkeln. Mit dem Satz „Der ABARTH ist gelaufen - auf in die Formel 1“, ließ Prof. Losbichler bereits anklingen, was sein nächstes Projekt sein wird. Und tatsächlich präsentierte er am diesjährigen Tag der offenen Tür nicht nur das ABARTH-Projekt, sondern bereits auch einen Formel-1-Motor.

 
Rollenprüfstandstest: Am 3. März 2005 kam es nochmals zu einem spektakulären Ereignis. Bei einem offenen ABARTH 2000 Sport wurden auf dem neuen Rollenprüfstand der Kfz-Werkstätte Funktions- und Leistungseinstellungen am Motor vorgenommen, die in der gesamten Schule nicht zu überhören waren.

Testfahrt bei MAGNA: Mit einer Testfahrt am Onroad-Kurs in St. Valentin bei MAGNA fanden die Rennvorbereitungen am 3. Mai 2005 ihren Abschluss. Die Schüler der 4K begleiteten dieses Ereignis und halfen auch tatkräftig mit. Das Fahrerteam Pichler und Molitor ist optimistisch, sich in 2005 mit den Motorblöcken der HTL Steyr in den vorderen Rängen zu platzieren.


Links der Formel-1-Motor, rechts der ABARTH

Jetzt ist aber Schluss: Wenngleich das Schulprojekt ABARTH 2000 zu den Aushängeschildern der HTL Steyr zählt und beachtliches mediales Interesse gefunden hat, muss einmal ein Ende kommen. Wie das Referenzprojekt seine Fortsetzung findet, beschreibt die nun folgende Geschichte.


... auf in die FORMEL 1

Unter strengster Geheimhaltung wurde in den 90er Jahren in Eisenerz ein Formel-1-Motor entwickelt. Jetzt will die HTL Steyr diesen wieder zu neuem Leben erwecken. Die Initialzündung kam von H. Pichler und B. Losbichler, beide Absolventen der HTL Steyr (Jg. KV-68).

Ausgangssituation: Anfang der 90er-Jahre wurde eine österreichische Formel-1-Motorentwicklung (Fa. Neotech, Eisenerz) abgebrochen. Drei noch vorhandene Motoren (defekt), div. Ersatzteile, elektrische / elektronische Umfänge, Computer, Prüfstandskomponenten und Werkzeuge sind für eine wirtschaftliche Nutzung wertlos – für ein Schülerprojekt jedoch eine totale Herausforderung.
 

Zielsetzung: Ein Einstieg in die Formel 1 ist natürlich nicht geplant. Auch will sich die Schule nicht mit fremden Federn schmücken. Die Ziele liegen primär im pädagogischen Bereich (Know-how-Transfer, Projektabwicklung, Schulmarketing). Eine sachliche Zielsetzung gibt es jedoch schon: Ein in Stand gesetzter Formel-1-Motor soll auf einem Prüfstand getestet werden und anschließend wieder in einem Rennwagen laufen.

Ablauf/Meilensteine: Das mehrjährige Projekt wird in drei Projektstufen ablaufen:

2005: Projektstart (28.01.05)


  Ein Porsche 962 mit dem Formel-1-Motor

2005/06: Instandsetzung Motoren: Vorgesehen sind Klassenarbeiten für 3D-Konstruktion, Instandsetzung und Dokumentation. Fünf Diplomarbeiten beschäftigen sich mit den Themen Auspuffanlage, Ölhobel, Motorsimulation, Motorsteuerung und Chassis. Eine Vorrichtung für den Probestart wird im Rahmen eines Technikerprojektes in der Fachschule realisiert. 
2006/07: Motortest am Prüfstand, Einbau in Chassis
2007/08: Erprobung in einem Fahrzeug 

Sponsoring/Promotion: Sechs Monate dauerte es, die Vision „Der Formel-1-Motor soll wieder in einem Rennwagen laufen“ in realistische Ziele umzusetzen und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Den namhaften Sponsoren sei an dieser Stelle recht herzlich gedankt: Autohaus Pichler (A) - BOSCH Motorsport (D) - Lehmann Motorentechnik (FL) - Messerli Informatik (CH, A). Der 1. Meilenstein wurde beim Kickoff-Meeting (28.01.2005) bereits erreicht. Bei 200 geladenen Gästen (Wirtschaft und Schule) waren Begeisterung und Wohlwollen für dieses außergewöhnliche Projekt nicht zu übersehen. Die Schülerarbeiten haben im SS 2005 bereits begonnen. Mehr dazu finden Sie unter: www.htl-steyr.ac.at 

Dipl.-Ing. Dr. Bruno Losbichler
(F1-Projektkoordinator)

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(siehe Jahresbericht der HTL Steyr 2004/2005, Seite 26)


Kontaktperson: Bruno Losbichler webmaster/03.08.2005